Jesus & Johannes der Täufer

Johanna Joan hat das Essener Evangelium mit dem Neuen Testament verglichen und gestgestellt, dass das Essener Evangelium du Vorlage des NT war und damit die Ur-Version der Bibel ist. Dabei kam sie zu folgenden erstaunlichen Schlüssen, von denen auf dieser Seite einige vorgestellt werden sollen. Bevor ich damit beginne, möchte ich erst einmal eine Frage stellen, die mich Zeit meines Lebens beschäftigt hat:

Wie kommt es, dass ein Mensch, der Gott so nahe steht, ans Kreuz genagelt wird?

In meiner Kindheit habe ich jedes Weihnachten und Ostern die Jesusfilme gesehen: „Jesus von Nazareth“, „König der Könige“ und wie sie alle hießen. Ich konnte mir die Filme über die Lehren und das Leben Jesu immer wieder anschauen. Es faszinierte mich ungemein. Was ich als kleines Kind jedoch nie verstand war, dass Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Und das, obwohl er auch noch zuvor gewarnt wurde. Stets saß ich vorm Fernseher und rief Jesus zu: „Lauf doch weg. Sie werden dich sonst kriegen und ans Kreuz nageln. Bitte Jesus, lauf weg“. Aber immer passierte das gleiche. Jesus lief nicht weg. Er verzieh dem Verräter und er verzieh den Menschen, selbst denen, die ihn ans Kreuz nagelten. Er verzieh mit der Begründung: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Ich verstand das alles als Kind nicht. Und auch als ich erwachsen war, verstand ich es nicht. Ich wusste nur eines, dass Gott wollte, dass wir ihm folgen und seinen Weg gehen. Und ich wusste, wenn wir diesen Weg gehen, dann sind wir geschützt. Das muss so sein, denn schließlich sind wir auf Gottes Weg und der ist sicher. Das wusste ich. Dass wir sicher sind wusste ich aber nicht nur aus den Erzählungen, vielmehr wusste ich es aus meiner inneren Stimme, die da unaufhörlich sagte: „Du bist sicher, wenn du Gott folgst.“ Das war für mich so klar, dass es in Stein gemeisselt zu sein schien. Aber wie kam es, dass ausgerechnet der Sohn Gottes, der doch Gott am aller nächsten zu stehen schien, der so liebevoll und voller Weisheit war, der alle möglichen Wunder vollbringen konnte… wie kam es, dass ausgerechnet dieser Mensch am Kreuz endete. Das er drei Tage nach seiner Kreuzigung wieder auferstanden ist, wurde zwar immer als eine Art Happy End dargestellt, aber mich persönlich tröstete es nicht über den Umstand hinweg, dass Jesus all dies Leid durchschreiten musste und ihm so viel Unrecht angetan wurde.

Je länger ich über all dies nachdachte, desto klarer wurde mir, dass mit der Geschichte irgendetwas nicht stimmen konnte. Jesus war weise, sehr weise sogar. Er war nicht so dumm, sich ans Kreuz nageln zu lassen. Somit weigerte ich mich irgendwann, diese Geschichte zu glauben. Für mich war eines Tages klar: Jesus wurde nie ans Kreuz genagelt. Es musste es anderer arme Verurteilter gewesen sein, vielleicht ein Dieb oder ein Mörder, der äußerlich vielleicht etwas Ähnlichkeit mit Jesus gehabt habt. So dachte ich es mir, aber es sollte noch ganz anders kommen. Es war einfach nur eine Geschichte, die jemand auf Grundlage eines ganz anderen Dokuments umgeschrieben hatte, d.h. hinter dem Neuen Testament verbirgt sich eine Geheimlehre… die auch als die Lehre der Essener bekannt ist. Das Ur-Evangelium. Zu der Erkenntnis kam ich, als ich das Interview und die Bücher von Johanna Joan las.

Bevor du nun weiterliest, ist es sinnvoll, das Interview mit Johanna Joan anzuhören oder ihre Bücher zu lesen, die ich an dieser Stelle verlinken werde.