Phönix

Ein unsterblicher mystischer Vogel

Der Phönix ist uns aus der Mythologie bekannt. Es ist ein adler-ähnlicher Kraftvogel, der sich dem Mythos nach, alle 500 Jahre verbrennt, um nach drei Tagen bei Sonnenaufgang aus seiner eigenen Asche verjüngt wieder aufzuerstehen. Kraftvoller denn je erhebt er sich in den Himmel, um in sein Ursprungsland zurückzufliegen. Als unsterbliches Fabelwesen symbolisiert er einen ewigen Kreislauf von geboren werden – leben – sterben, um dann noch glanzvoller wiedergeboren zu werden.

Das bekannte Sprichwort „Wie der Phönix aus der Asche“ erzählt noch heute von etwas, das verloren geglaubt war, aber in neuem Glanze erstrahlt. In der Mythologie begibt sich der Vogel voll und ganz in das reinigende Feuer aus Myrrhe, Zimt und Weihrauch. Was verbrennen soll, verbrennt (Lüge, Neid, Missgunst etc.), was bestehen soll, bleibt unversehrt (die Wahrheit und was auf Beständigkeit überprüft werden soll). Im übertragenden Sinne wird bei dem magischen Phönix das Ego bzw. die Angst verbrannt, ebenso wie falsche Abhängigkeiten, Schmerz, schlechte Erfahrungen und alles, was traurig, krank und ängstlich macht. Selbst die Angst vor dem Tod und dem jenseitigen Nichts stirbt. Das, was anschließend übrig bleibt, ist die Liebe, die um so reiner und stärker aus diesem Prozess hervorgeht. Der Mensch, der das Feuer des Phönix durchschritten hat, verfügt über besondere Heilkräfte und ist nach der außergewöhnlichen Transformation strahlender, stärker und fröhlicher als jemals zuvor.

In jeder Zeitepoche gibt es immer nur einen Phönix auf der ganzen Welt. Sein Gesang ist betörend und sein Charakter äußerst friedfertig. Er ernährt sich von Tau und lebt in den höchsten Bäumen im fernen Land der Morgenröte (Ozeanien/Lemuria, wo das erste Tageslicht die Erde berührt). Findet man die Feder dieses Lichtvogels (purpur-/scharlachrot, azurblau oder rosafarben), ist man fortan unsterblich.

Auch wenn der Phönix nur noch als Fantasywesen bekannt ist, so begegnet er dem Menschen auch heutzutage noch in Geschichten, auf Bildern, in Träumen oder als Wolkengebilde am Himmel. Stets kündigt er einen baldigen Neuanfang an. Der folgende Phönix wurde kurz nach dem glühenden Sonnenuntergang in der Dezember-Vollmond-Nacht zum 3.12.2017 an dem magischen Kraftort „Stony Batter“ in Neuseeland, Waiheke Island gesichtet:

Phönix am glühenden Abendhimmel

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Rise like a Phoenix

Ein Lied über den Phönix gewann 2014 den Eurovision Song Contest. Im Text heißt es:

Aufgewacht in Schutt und Asche,
über zerbrochenes Glas gegangen,
die Nachbarn sagen, nichts als Ärger,
aber diese Zeiten sind nun vorbei.

Die da aus dem Spiegel späht –
Nein, das bin nicht ich.
Eine Fremde kommt näher.
Wer kann das nur sein?
Du würdest mich gar nicht mehr erkennen.

Heute,
werde ich aus der erloschenen Glut
fliegen und aufsteigen,
wie ein Phönix aus der Asche,
suche weder Rache noch Vergeltung.

Doch du wurdest gewarnt:
sobald ich verwandelt bin,
sobald ich wiedergeboren bin,
weißt du, werde ich aufsteigen wie ein Phönix,
und du bist meine Flamme.

Kümmere dich um dein eigenes Leben,
tu so, als ob du frei wärest,
und keiner bezeugen könnte,
was du mir angetan hast,

denn du würdest mich heute eh nicht mehr erkennen,
und müsstest es mit eigenen Augen sehen,
um es glauben zu können.

Aus der erloschenen Glut
fliege ich und steige auf,
wie ein Phönix aus der Asche,
suche weder Rache noch Vergeltung.

Doch du wurdest gewarnt:
sobald ich verwandelt bin,
sobald ich wiedergeboren bin,
steige ich auf zum Himmel.

Du hast mich niedergeworfen,
doch,
ICH WERDE FLIEGEN
und aufsteigen,
wie ein Phönix aus der Asche,
suche weder Rache noch Vergeltung.

Doch du wurdest gewarnt:
Sobald ich verwandelt bin,
sobald ich wiedergeboren bin.
weißt du, steige ich auf, wie ein Phönix,
und DU bist meine Flamme!