Loslassen

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg“ – Mahatma Gandhi

Mit allem im Frieden sein

Egal, was in deinem Leben auch geschehen sein mag, es ist immer eine gute Idee, den Groll loszulassen. Jeder kann sich von Anfang dazu entschieden, in den Frieden zu gehen, anstatt im Unfrieden zu verweilen. Wer den Wunsch hat, in den Frieden zu kommen, beginnt am Besten mit dem Loslassen. Nur das Loslassen erlaubt dem Menschen, in den Frieden zu kommen, ohne die Vergangenheit verleugnen zu müssen. Man schaut sie sich an, bedauert sie aus vollem Herzen und zutiefst, und dann lässt man sie los. Auf diese Weise kann sie gehen und in sich ruhen. 

Dabei ist es sehr wichtig, in der Wahrhaftigkeit der eigenen Gefühle, Erinnerungen und Wahrnehmung zu bleiben. Mitunter ist es notwendig, sich von beiden Elternteilen verabschieden zu müssen, da die erinnerte Wahrheit für beide so etwas wie der Tod sein würde. Ein Weiterleben ist jedoch möglich, dann allerdings oft nur auf getrennten Wegen. Durch die Trennung geht etwas Altes zu Ende und etwas Neues beginnt.

Ohne, dass man sich immer darüber bewusst ist, macht sich im Inneren etwas auf die Suche, wenn man seine Eltern verliert. Das, was sucht, sucht nach etwas Wahrhaftigem. Und ohne, dass man auch nur eine Ahnung davon erhält, dass es sie wirklich gibt, findet man sie dennoch. Wie von allein, steigen sie aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein auf.

Und so geschieht es eines Tages, dass man erkennt, dass die wahrhaftigen Eltern die Mutter Erde und der Vater Himmel sind. Sie sind beide wahrlich wahrhaftig, denn sie sind der Gott und die Göttin selbst. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine tiefe bewusste Verbindung zu Vater Himmel und Mutter Erde. Mit der Zeit lüften sie so manches vergessene Geheimnis über das Leben, die Menschen und den Tod. Wobei… den Tod gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Es gibt nur Wandlung und unendliches Leben, aber dazu später mehr.

Erst einmal stellt sich die Frage: Was heißt, es gibt den Tod nicht? Was bedeutet das für uns Menschen?

Da der Mensch die bewusste Verbindung zu Mutter Erde und Vater Himmel schon vor sehr langer Zeit verloren hat (als er aus dem Paradies gefallen ist), ist er sich natürlich auch nicht mehr SEINER SELBST BEWUSST. Dieses verlorene Bewusstsein öffnet Tür und Tor für alle Sünden. Deswegen sprechen wir vom Sündenfall.

Im allgemeinen glauben wir Menschen – oder identifizieren wir Menschen – uns mit unserem Körper. Wir denken, wir sind der Körper. Dabei wissen wir eigentlich, dass wir sowohl Körper als auch Geist und Seele sind.

Aber was sind Körper, Geist und Seele und wie hängen sie zusammen?

Um das zu verstehen, muss man wissen, dass Vater Himmel und Mutter Erde vor unendlichen Zeiten den ewigen Bund des L(i)ebens eingegangen sind. Um dies zum Ausdruck zu bringen, haben sie unter anderem den Menschen erschaffen, d.h. Mutter Erde gab dem Menschen den Körper und Vater Himmel gab ihm den Geist – auch heiligen Geist genannt. Aus dieser Verbindung oder Vereinigung kam ein Kind hervor, dass uns als Seele bekannt ist. Der Mensch ist somit der Körper von Mutter Erde, der Geist von Vater Himmel und die Seele, die daraus geboren wurde. Alle drei Aspekte kommen im Menschenkind zum Ausdruck. Der Mensch ist Körper, Geist und Seele. Dies ist die wahrhaftige Dreifaltigkeit, von der immer die Rede ist.

Wenn wir es so betrachten, dann wird sehr schnell klar, was passiert, wenn wir sterben – oder besser gesagt, was passiert, wenn der Körper stirbt. Die Frage ist: „Wenn der Körper stirbt, stirbt dann auch die Seele oder der Geist?“ Das wäre so, als würde man fragen: „Wenn die Mutter stirbt, stirbt dann auch das Kind oder der Vater?“.

Die Antwort liegt auf der Hand. Die Seele stirbt natürlich nicht, wenn der Körper stirbt, und auch der Geist stirbt nicht. Wenn der Körper stirbt, dann gibt die Seele den Körper zurück an Mutter Erde. Wir wissen alle, dass der Körper nur geliehen ist, und das Schönste, was wir machen können, wenn wir etwas zurückgeben, ist: „DANKE“ zu sagen. Wir sollten somit unseren Körper in Dankbarkeit an Mutter Erde zurückzugeben: „Danke liebe Mutter Erde, dass du mir für so lange Zeit einen so wundervollen Körper geschenkt hast. Nun gebe ich ihn in Dankbarkeit und Demut zurück.“ Demut beinhaltet das Wort Mut, d.h. ohne Angst. Es ist die Bereitschaft, etwas als Gegebenheit hinzunehmen, ohne darüber zu klagen. Wieso sollten wir uns auch beklagen, wenn Mutter Erde uns für so lange Zeit etwas geschenkt hat. Nein, dankbar sollen wir sein, dass wir es haben durften.

Als nächstes stellt sich die Frage, wie es weiter geht, nachdem die Seele – das Menschenkind – so eine lange Zeit bei der Mutter Erde verweilen durfte. Es geht nun von der Obhut der Mutter Erde in die Obhut des Himmelvaters.

In dem Moment, in dem die Seele den Körper verlässt, steigt sie gemeinsam mit dem heiligen Geist auf in Vaters Himmelreich. Was auf der einen Seite wie der Tod erscheint, ist auf der anderen Seite eine (Wieder-)Geburt. Da der Himmel hell erleuchtet ist von Milliarden von Sternen und Sonnen, kommt alles ans Licht und die Seele erlangt ihr volles Bewusstsein zurück. In diesem Moment kommt es uns so vor, als ob das Leben noch einmal an uns vorbei zieht. Das ist eine Art Wiederholung, welche der Vater Himmel mit dem heiligen Geist durchdringt, so dass die Seele noch einmal daraus lernen kann. Dinge, die man gut gemacht hat, fühlen sich gut an und Dinge, die man weniger gut gemacht hat, kann man durch wahrhaftiges Bedauern ins Licht transformieren/wandeln.

Das ist die Wandlung, von der weiter oben die Rede ist. Die Wandlung des ewigen Lebens.

Kein Mensch muss sich somit Sorgen machen, wenn sein Körper stirbt. Der Körper ist wie eine Art Gefährt, wie ein Auto, mit dem die Seele durch das Erdenleben fahren kann. Wenn der Körper nicht mehr gesund ist, dann steigt die Seele aus ihm aus. Sie verliert dabei weder den Kontakt zu Vater Himmel noch zu Mutter Erde. Im Gegenteil. Sie wird sich dessen erst richtig bewusst. Auch zu anderen Seelen bleibt der Kontakt bestehen, denn Seelen haben die Fähigkeit, telepathisch miteinander zu kommunizieren. Es gibt nur wenige Seele, die sich dieser Fähigkeit bereits zu der Zeit bewusst sind, in der sie noch im Menschenkörper verweilen.

Das, was wir Tod nennen, ist somit nur eine Art Übergang von der Welt der Mutter Erde zum Reich des Himmelsvaters. Wenn wir darum wissen, dann können wir diesen Prozess bewusster und leichter durchleben.

Plötzlich ist alles ganz klar. Es gibt keine Angst mehr vor dem Tod und auch nicht vor dem vergangenen oder zukünftigen Leben. Vielmehr will alles so bewusst wie möglich erlebt werden. Dabei entsteht eine Ahnung, dass das, wovor wir im Allgemeinen am meisten Angst haben – den Tod – etwas Wundervolles sein kann… etwas, das voller Wunder steckt. Denn im Grunde kehren wir zu unserem ursprünglichen und wahrhaftigen Selbst zurück bzw. werden uns dessen bewusst. Das ist das große Geheimnis, das wir vergessen haben.

Und noch etwas haben wir vergessen: Wenn der Körper stirbt, legen wir nicht nur unsere Hülle ab, sondern auch unser Ego. Das Ego ist an die Erde gebunden, wie auch der Körper. Eigentlich sollte das Ego unser Diener sein, sprich uns dienlich sein, wenn wir auf Erden in Not geraten. Dann ist das Ego sehr nützlich. Bei den meisten Menschen ist das Ego jedoch nicht der Diener, sondern der Herrscher. Diese Menschen werden zu Lebzeiten vom Ego beherrscht. Spätestens durch den Tod verliert der Herrscher seine Macht, so dass die Seele wieder frei sein kann.

Von daher ist es gut, irgendwann seinen Körper und sein Ego abzulegen und wieder zu dem wahrhaftigen Selbst zurückzukehren, das wir wirklich sind. Es ist wie ein „nach Hause kommen“. Hilfreich ist, wenn man bereit ist, alles irdische loszulassen. Dann ist der Übergang einfach und friedvoll. Das Festhalten an Altem erschwert den Prozess ein wenig, aber er ist dennoch friedvoll. 

Die Seele des Menschenkindes kann – wie oben beschrieben – mit anderen Erdenseelen in Kontakt bleiben, selbst nach dem Tod des Körper. Es ist gar nicht schwer, da man sich über Telepathie verständigen kann. Im Grunde wird die Verbindung sogar noch besser, da das Ego nicht mehr im Wege steht. Es ist dann wie ein inneres Gespräch. 

Noch ein paar Worte zu der Zeit, die uns hier auf der Erde geschenkt wird. Bei der Zeit kommt es nicht auf die Quantität an, sondern immer nur auf die Qualität. Die Quantität spielt in der Tat eine absolut untergeordnete Rolle. Es ist nicht wichtig, ob wir noch Tage, Wochen, Monate oder Jahre zur Verfügung habe. Wer weiß schon, wie viel es noch sein werden. Es kann für jemanden, der gesund ist, morgen schon zu Ende sein, und jemand anderes, der krank ist, kann noch Jahre damit leben. Es ist die Qualität, die den entscheidenden Unterschied macht. Die höchste Form der Qualität ist natürlich die Liebe, die Dankbarkeit und der fürsorgliche Umgang mit unseren Mitmenschen, den wir zum Ausdruck bringen können. Wir können dies nicht rückwirkend für die Vergangenheit tun, da die Vergangenheit nicht mehr existiert. Auch in der Zukunft können wir es nicht ausdrücken, da diese noch nicht Existent ist. Wir können es nur im HIER und JETZT zum Ausdruck bringen. Von daher braucht man sich weder Gedanken über die Vergangenheit noch über die Zukunft zu machen. Einzig und allein die Gegenwart schenkt uns die Möglichkeit, ein Leben hoher Qualität zu führen. Jeder Moment ist ideal dafür und wenn man ihn nutzt, befindet man sich auf dem Pfad des Friedens.

Das ist es, was gesagt werden wollte. Und so wünsche ich allen einfach eine friedvolle Zeit und das Bewusstsein darüber, dass immer nur dieser Moment, der gerade existiert, gelebt werden kann. Dann spielt es keine Rolle mehr, was noch kommt oder was nicht. Es gibt nur diesen einen Moment, den wir in Liebe und Dankbarkeit annehmen können. Wenn wir das tun, werden wir mit Frieden erfüllt sein.

Pflaumenblüten

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