Das Liebesnest

Die ersten Schritte zur Heiligen Sexualität

Wenn du die heilige Sexualität praktizieren möchtest, dann ist der erste Schritt die Schaffung eines heiligen Raumes.

Der Liebestempel

Dieser heilige Raum kann das Schlafzimmer sein oder, sofern du es dir leisten kannst, ein extra Raum in deinem Heim. Dieser Raum dient nur dem Liebespaar und wird zusammen von beiden Partnern erschaffen. In diesem Raum finden keine Diskussionen oder Streitigkeiten statt. Einzig und allein die Liebe erhält Zugang zu diesem Raum. Wie das Liebesnest gestaltet wird, liegt ganz im Sinne des Paares… ein Bett oder weiche kuschelige Matratzen, eine Fülle an Kissen, gedämmtes Licht, meditative Musik, Klangschalen, Räucherstäbchen, ätherische Öle oder natürliche Düfte, fließende Vorhänge, Salzlampen, Kristalle, Kerzen oder Lichterketten, frische Früchte, ausreichend energetisiertes Wasser… die Möglichkeiten für einen romantischen Raum sind endlos. Die Einrichtung des Liebesraumes ist bereits ein Teil der heiligen Sexualität. Alles wird gesegnet mit der unendlichen Liebe, die jedes Ding im Raum durchströmt.

Die Reinigung

Bevor das Liebespaar sich in den heiligen Tempel begibt, findet eine Reinigung beider Partner statt, sowohl auf der körperlichen, der ätherischen und auch auf der geistigen und seelischen Ebene:

  • auf der körperlichen Ebene kann dies eine heiße Dusche oder ein entspannendes Schaumbad sein
  • auf der ätherischen Ebene eine Abräucherung durch Salbeiduft, Lavendel oder natürlichen Räucherstäbchen, um eventuelle Anhaftungen zu lösen. Auch Klänge von Klangschalen sind empfehlenswert
  • zur geistigen Reinigung bietet sich eine Meditation zur Reinigung des Geistes von Ärger oder negativen Gedanken an
  • wenn beide Seiten entspannt sind, ist die Seele bereit zur Vereinigung

Zeitlos Lieben

Möchte man die heilige Sexualität praktizieren, so ist eines der wichtigsten Dinge: ausreichend Zeit! Für die kommenden Stunden sollten somit keine Termine anstehen. Alle Handys werden ausgestellt, kein Telefon, kein Gästeeinlass, nichts von Außen. Der einzige Raum, der bei der heiligen Sexualität existiert, ist der Raum der Liebenden! Hier gibt es keinen Raum für anderes und keine Zeit. Nichts existiert, was drängt oder erledigt werden müsste.

Energetische Verbindung

Stets beginnt die Heilige Sexualität mit der Verbindung der Seelen und der Herzen. Erst wenn diese Verbindung hergestellt wurde, kann auch der Körper mit einbezogen werden.

Die Seelenverbindung

Die Seelenverbindung kann am wirkungsvollsten über die Augen hergestellt werden, denn wie jeder weiß, sind die Augen die Türen zur Seele. Trifft sich das Liebenpaar im heiligen Raum, so kann die Seelenverbindung somit mit einem intensiven liebevollen Augenkontakt hergestellt werden, ohne dass eine körperliche Berührung stattfindet. Beide setzen sich bequem hin und schauen sich in die Augen, ohne Körperkontakt. Dies einleitende Zeremonie kann 30 Minuten, 60 Minuten oder länger dauern, je nach dem, wie lange die Seelen für die Verbindung brauchen.

Die Herzensverbindung

Die Seelenverbindung geht in die Herzensverbindung über, indem das Paar die Liebesenergie bewusst durch die Herzen fließen lässt. Dies kann einfach mit dem konzentrieren Bewusstsein geschehen oder mit einer sanften Handberührung auf der Herz des anderen. Dabei berührt die linke Hand das Herz des Partners, während die rechte Hand mit der Handfläche nach oben die göttliche Energie empfängt. Auf diese Weise entsteht eine Unendlichkeitskreislauf. Ist dieser Kreislauf mir starker Liebesenergie angefüllt, kann die rechte Hand, zur linken Hand des Partners wandern und darauf verweilen.

Die körperliche Vereinigung

Die körperliche Liebe kann beginnen, sobald sich Seele und Herz der Partner miteinander verbunden haben und überfließend mit Liebesenergie angefüllt sind. Nun beginnt das Paar, die Liebe mit allen Sinnen zu erspüren.

Die sieben Sinneserfahrungen

  • 1. Sinn: die Augen richten ihren Sinn nun zusätzlich auf den Körper des Partners. Dabei wird aber der innige Augenkontakt immer wieder erneuert. Alles, was die Körper umgibt, sollte ebenfalls von Schönheit geprägt sein. Daher ist es so wichtig, den Liebesraum mit schönen Dingen einzurichten.
  • 2. Sinn: der Mund beginnt nun zu liebkosten, liebevolle Worte zu sprechen, den Partner zu schmecken. Auch süße Früchte und alles, was beide mögen, kann mit einbezogen werden.
  • 3. Sinn: die Nase riecht bewusst den Duft des Partners und alle Düfte, die in diesem Raum ausströmen.
  • 4. Sinn: die Ohren hören die liebkosenden Worte des Partners sowie entspannende Musik oder Klänge, die beide mögen.
  • 5. Sinn: die Haut berührt und wird berührt. Der Tastsinn liegt nicht nur in den Händen. Alles kann mit allem erspürt werden, alles darf berührt werden… nur der heilige Schoß und der Liebeszepter werden nicht stimuliert. Eine Stimulierung in diesem Bereich lässt die Energie viel zu schnell heraufschnellen, so dass die „Gefahr“ groß ist, dass sie entweicht und verpufft (hast du dich schon einmal gefragt, woher das Wort „Puff“ kommt? Dort verpufft die gesamte Energie und wird nicht zu Höherem genutzt. Die heilige Sexualenergie wird von liebenden Paaren in dieser Verbindung somit nie durch äußere Reize stimuliert, sondern entsteht stets aus dem Inneren, von wo aus sie sich aufbaut. Vor der Vereinigung findet jedoch eine Art intensive Zeremonie statt, in der der Mann die Yoni der Frau ehrt und die Frau den Lingam des Mannes. Ist das Paar soweit, sich zu vereinigen, geschieht dies ganz langsam und gänzlich ohne reibende Bewegungen. Es findet lediglich eine ruhige sanfte Vereinigung statt, bei der das Paar beobachtet, wie Lingam und Yoni sich in Liebe begegnen und ihre Energie austauschen, so dass diese sich in den Körpern der Liebenden und deren inneren Räumen weiter ausbreitet. Von dieser Liebesenergie lassen sie sich voll und ganz führen. Diese Führung soll gänzlich aus dem Inneren kommen (siehe 6. Sinn).
  • 6. Sinn: die Intuition und das Gefühl wohnt jedem Menschen inne. Viele von uns haben deren Existenz jedoch vergessen oder verdrängt. Bei der heiligen Sexualität beginnen wir wieder, unser inneres Gefühl und die leise innere Stimme in uns zu vernehmen und ihr zu folgen. Dies kann sowohl beim Ausführen der Berufung als auch insbesondere bei der heiligen Sexualität der Fall sein. Von daher können bei der heiligen Sexualität auch von außen stehenden Personen keine Techniken, Praktiken oder sonstiges gelehrt werden. Dies wäre nur wieder eine Führung von Außen, die das Gegenteil der inneren heiligen Sexualität darstellt. Es ist somit empfehlenswert, gar nicht weiter nachzufragen oder darüber nachzudenken, sondern das, was aufsteigt, einfach geschehen zu lassen. Hierbei gibt es weder „richtig“ noch „falsch“, da der bewertende Verstand in den Hintergrund rückt.
  • 7. Sinn: die Zirbeldrüse beherbergt den 7. Sinn, der uns auch als drittes Auge bekannt ist. Dieses Organ ist jedoch bei kaum einen Menschen aktiviert oder nur sehr schwach „eingeschaltet“. Mit diesem Organ nehmen wir telepathisch Informationen auf, die uns permanent zur Verfügung stehen.  Somit könnte man sagen, dass die Aktivierung dieses Organs (Orgasmus kommt übrigens von Organ und beschreibt nur die Aktivierung der Organ) das eigentliche Ziel der körperlichen Heiligen Sexualität ist, wobei Konfuzius bereits richtig bemerkte: „Der Weg ist das Ziel“! So trifft dieser Satz wohl auf kaum etwas anderes mehr zu als auf die Heilige Sexualität. Wir sprechen hierbei jedoch nur von der körperlichen Orgasmusgrenze. Der seelische Orgasmus geht darüber hinaus. Denn das Dritte Auge kann sich sowohl nach Innen als auch nach Außen oder nach Oben richten und kosmische Informationen wahrnehmen, die über das Kronenchakra hinausgehen und zu uns hineinströmen. Wird das Kronenchakra bewusst wahrgenommen, können wir bei dessen Öffnung auf die kosmischen göttlichen oder höheren Informationen zugreifen. Die einzige Energie, die diese Öffnung bewerkstelligen kann, ist die Liebesenergie, die als einzige Energie auch nur das Herz öffnen kann. Hierfür braucht es die ganzheitliche Energie zweier Gegenpolen, der Männlichen und der Weiblichen. Somit kann nur ein Liebespaar diese Energie zum Durchfluss bringen und mir ihr alle Chakren aktivieren. Die Energie ist so stark, dass sie dann weit über die menschlichen körperlichen Grenzen hinausgeht und tief in den Kosmos hineinschießt. Was der Mensch dabei erfährt, ist der kosmische Orgasmus, der stunden- ja sogar tage- oder wochenlang anhalten kann, bis er von dem Liebespaar wieder aktiviert wird.

Heiliger Fluß durch das Chakra-System

Um die Zirbeldrüse vollends zu aktivieren, müssen somit erst alle körperlichen Chakren aktiviert werden. Die sexuelle Energie beginnt ihren Weg zum Kronenchakra jedoch nicht im Basis- oder auch Wurzelchakra, sondern in dem darunter liegenden, das heute kaum jemanden bekannt ist (weiter unten mehr dazu). Bei der herkömmlichen Sexualpraxis, in der die Körperflüssigkeit des Mannes und der Frau entweicht, wird lediglich das Wurzelchakra für ein paar wenige Sekunden von der heiligen Schöpferenergie durchflossen. Das Erlebnis, was der Mensch dabei erfährt, ist jedoch nur ein Sekundenbruchteil von dem, was menschlich erfahrbar ist.

Göttliche Erfahrungen

Der Mensch macht keine göttlichen Erfahrungen, Gott macht eine menschliche Erfahrung. 

Alles, was ist, ist Gott! Somit ist alles ein Anteil von Gott. Dass der Mensch ein vom Göttlichen durchdrungenes Wesen ist, ist vielen aus dem spirituellen Bereich bekannt, doch wer hat dies mit seinem Körper, mit seiner Materie bereits erfahren? Erfahrbar wird dies, wenn wir alle Chakren mit in die heilige Sexualität einbezogen. Je mehr Chakren wir aktivieren, desto stärker potenziert sich die Energie.

Potente heilige Sexualenergie

Bei der Aktivierung verdoppelt sich die Energie nicht nur, vielmehr potenziert sie sich bei jedem weiteren Chakra, das aktiviert wird. Von daher wird auch allgemein von der „Potenz des Mannes“ gesprochen. Würde ein Mensch allein seine Energie potenzieren, wäre das Ergebnis immer 1 (denn 1 x 1 ist 1). Verbindet sich der Mensch jedoch mit seinem energetischen Gegenpol, ergibt die Summe 2 und deren Potenz 4 (2 x 2). Ein Paar vervierfacht seine Energie somit bereits im ersten Chakra. Wird ein weiteres Chakra aktiviert, findet eine weitere Potenzierung statt (4 x 4), die 16 ergibt. Im nächsten Chakra erreicht das Paar bereits eine Energie von 256 und so weiter. Würden wir von einem Sieben-Chakra-System ausgehen, liegt die erreichbar meßbare Energie bereits in einem Bereich, der sich mit Ziffern allein nicht mehr ausdrücken lässt und für den Menschen bereits unvorstellbar ist: 4 – 16 – 256 – 65536 – 4294967296 + 1.8446744e+19 – 9.2498337e+19. Nun hat der Mensch jedoch nicht nur sieben Chakren, sondern zwölf. Die Energie, die beim Durchfluss dieser Energie erreicht wird, kommt der Unendlichkeit nahe…

Zwölf-Chakren-Aktivierung

Zu Zeiten von Atlantis wurde noch das Wissen über zwölf statt nur sieben Chakren vermittelt. Kam es dir nicht auch schon immer merkwürdig vor, dass das erste Chakra im Basis-/Wurzelchakra sitzen soll? „Aber was ist mit dem Körper darunter… mit den Beinen… den Füßen…“ mag sich der ein oder andere gefragt haben. Laut der atlantischen Lehre ist das erste oder unterste Chakra der „Erdstern“. Es ist die Energie, die uns auch aus dem „Erden/Earthing“ bekannt ist. Dieses Energiefeld befindet sich etwa 15 cm mittig unter den Füßen. Hier sind wir verwurzelt und verbunden mit der Erde. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf diese Energie, so verstärkt sie sich. Diese bewusste Verbindung mit diesem Chakra sollte in der Heiligen Sexualität ein Leichtes sein und als erstes geschehen. Auch die Verbindung mit dem Wurzelchakra wird uns nicht schwer fallen, denn hier haben wir die sexuelle Energie schon oft gespürt und viel zu oft verloren. Statt die Energie zu verlieren, sollten wir sie bewusst nach oben lenken. Im nächsten Chakra, dem Sakralchakra, befindet sich der heilige Samen bzw. der heiliger Raum, die Gebärmutter der Frau. Ein Hinweis auf die Heiligkeit wird auch in jüngster Zeit immer wieder mit Namensähnlichkeiten angedeutet, z.B. mit dem Film „Sakrileg – Auf den Spuren des heiligen Gral“. Sakrileg heißt übersetzt Tempelraub. Dies geschieht, wenn der Tempel seiner Heiligkeit beraubt wird. Gral heißt ein Gefäß mit Mörser, was auf die Verbindung von weiblich und männlich hindeutet.

Gleich über dem Unterbauch findet sich der Bauchnabel, der nach dem atlantischen System ein zusätzliches Chakra beherbergt, welches im Sieben-Chakra-System unbekannt ist. Es ist das Nabelchakra. Dann folgen die uns bekannten Chakren Solarplexus, Herz, Kehle, Drittes Auge und Kronenchakra,  Drei zusätzliche Chakren befinden sich laut der alten Lehren noch oberhalb des Kopfes und werden als Kausalchakra, Seelenstern und Sternentor bezeichnet.

Der heilige Same des Mannes

Der Same des Mannes ist Leben und Energie in seiner höchsten Form. Diese kostbare Energie wird bei der Heiligen Sexualität niemals nach Außen verschüttet, da dies der Tod von Millionen von kraftvollen Samen und den Verlust der Manneskraft bedeuten würden. Bei der üblichen Sexualität wird die Energie des Mannes bestenfalls durch das Basis-Chakra geleitet, wo es durch die Ejakulation nach Außen verpufft. Der Mann fühlt sich danach schlaff, erschöpft und müde. Bei der heiligen Sexualität hingegen wird die Energie der Samen nicht nach unten geleitet, sondern nach oben und durchfließt alle Chakren, die bei der heiligen Sexualität aktiviert werden. Das Erlernen dieser Chakraaktivierung kann Wochen, Monate oder meist sogar Jahre dauern. Das Ziel ist die Aktivierung der Zirbeldrüse, die im höchsten, dem Kronen-Chakra sitzt. Erst mit der Aktivierung dieses heiligen Organs kommt der Mensch in seine volle Schöpferkraft. Die heilige Sexualität ist der Schlüssel zum Schöpfer/In bzw. zum Gottesmensch.

Anleitungen zum Thema

Es gibt einige Bücher, die das Thema anschneiden und in denen die Autoren ausführlich beschreiben, wie sich das Paar liebevoll, respektvoll und in Ehrerbietung begegnet, aber leider haben diese meist den praktizierten Energieverlust gemeinsam, wie z.B. das Buch „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“ von Barry Long oder „Soulsex“ der Bestseller-Autorin Eva-Maria Zurhorst. Es gibt jedoch auch einige Bücher, die das Thema des göttlich-kosmischen „Ingasmus“ ausführlicher beschreiben, z.B. die Karrezza-Bücher, die zum Teil schon vor mehr als 100 Jahren geschrieben wurden oder das aktuelle Buch „Das Gift in Amors Pfeil“.