Die Wahl für die Liebe

Letztendlich gibt es nur eine Wahl: die der Liebe / des Lebens ! 💕

Viele Menschen sind der Meinung, wir hätten eine Wahl, und ich kann diese Sichtweise sehr gut nachvollziehen. Denn viele Jahre war ich selbst der Ansicht, das wir uns entscheiden können. Erst in jüngster Zeit habe ich bemerkt, dass alles eine Frage der Liebe ist, die wir auf direktem Wege oder auf Umwegen erreichen können.
Oft sieht es so aus, als ob wir uns entscheiden können. Nehmen wir mal ein Beispiel: Du hast ein schulpflichtiges Kind und willst aus Deutschland wegziehen, weil du mit dem Schulsystem oder der Schulpflicht in Deutschland nicht einverstanden bist. Aus diesem Grund wanderst du aus nach Spanien und denkst, es ist deine Wahl, deine Entscheidung gewesen, ins Ausland zu gehen. Und die “Entscheidung”, wohin man dann alternativ geht, wovon hängt ist sie ab? Einfach nur von Fakten oder vom Gefühl? Mitunter sicher auch von beidem…
Und genau darin liegt der springende Punkt. Bei meinen eigenen “Entscheidungen” nehme ich seit geraumer Zeit die Fakten heraus, und frage nur noch mein Gefühl. Damit ist es irgendwie keine Entscheidung mehr, sondern mehr ein Beobachten, was meine innere Resonanz sagt, sprich mein Gefühl.
Man entscheidet ja auch nicht, in wen man sich verliebt. Da würde die Entscheidung mitunter sicher oft ganz anders aussehen. Man kann hier gar nicht entscheiden. Manchmal trifft man einen super tollen netten Mann oder eine Frau, der oder die perfekt wäre und in den/die man sich am liebsten verlieben würde, weil er/sie so gut passen würde, aber: du kannst es nicht entscheiden. Es passiert oder es passiert nicht…  da bist du machtlos ! ! ! 
 
Andersherum ist es genauso: du triffst jemand, verliebst dich sofort – oder besser gesagt: du liebst sofort – aber dein Verstand registriert relativ schnell: das passt nicht! Wir kommen nicht auf einen Nenner, wobei man dann vom Nenner des Verstandes spricht, denn gefühlsmäßig ist man ja sehr wohl auf einem Nenner. Aber die Vorstellungen der beiden sind im Verstand zu unterschiedlich bzw. im Ego, dass es einfach nicht zu passen scheint. Klar kann man dann das ganze boykottieren. Das sehen wir ja überall, dass die Menschen sich so verhalten. Der Verstand entscheidet dann, nicht den Weg der Liebe zu gehen. Er ent-scheidet ! SCHEIDET ! TRENNT ! Eine Entscheidung ist somit immer eine Form der Trennung… der Trennung vom Partner oder was auch immer. Letztendlich ist eine Ent-Scheidung, die immer die Trennung von der Liebe… vom Selbst… von Gott… zur Folge hat.
 
Deine Gefühle, deine Liebe ist somit keine Frage der Wahl oder der Entscheidung. Denn wir sind ja bereits diese Liebe. Und diese Liebe ist da… immer! Somit passiert sie… ständig… überall… und du kannst sie nur beobachten. Das ist immer so, in absolut allen Dingen und Lebenslagen.
 
Das einzige, was du ent-scheiden kannst, ab-scheiden kannst, ist dich vom dem zu trennen, was eben nicht diese Liebe ist… und was der Liebe ständig im Weg steht…. und das ist der Verstand bzw. das Ego…. und nicht das, was der Verstand dir die ganze Zeit weiß machen will. Du kannst dich somit ent-scheiden, dich vom Verstand zu scheiden… bzw. von dem, was er will. Du kannst dich dabei nicht für die Liebe ent-scheiden, weil du diese ja bereits bist. Du kannst dich somit nur vom Verstand (ent-)scheiden. Das ist die einzige Entscheidung, die wir wirklich tun können… und letztendlich sogar tun müssen… weil dies der einzige Weg ist, zurückzukommen… dahin, wo wir her gekommen sind… der Liebe… dem L(i)eben. Und letztendlich ist nicht mal diese Ent-Scheidung vom Verstand eine Scheidung… aber dazu später mehr…. 
 
Somit gibt es in der Frage der Entscheidung letzendlich immer nur eine Möglichkeit (nicht zwei): 
 
Gehe den Weg der Liebe (hier gibt es aber gar kein (ent-)scheiden, weil wir uns nicht für das oder von dem scheiden können, war wir sind) oder gehe den Weg der Nicht-Liebe (wir scheiden uns von der Liebe bzw. versuchen es, was aber auch nicht gelingt, weil wir Liebe sind… und damit wir das merken, begreifen, erkennen, hat es Schmerz und Leid zur Folge, was uns letztendlich immer zu unserem eigentlichen Weg der Liebe zurückführt).
Wie genial! Wer hat sich das nur ausgedacht! Ein echtes Win-Win-Spiel, das letztendlich immer nur zur Liebe führt ! ! ! 
 
Letztendlich hat man somit nie eine Wahl, denn wenn du den Weg der Nicht-Liebe gehst: ja…. VIEL SPASS ! ! ! – – – Jeder von uns hat ja bereits schmerzlich erfahren, dass der Weg der Nicht-Liebe der härteste Weg aller Zeiten ist. Es ist schon ziemlich verrückt zu sehen, wie viele Menschen diesen Weg derzeit beschreiten. Aber alle, wirklich ALLE werden irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie genug davon haben und nicht länger leiden wollen. Spätestens dann “ent-scheiden” sie sich vom Weg der Nicht-Liebe zum Weg der Liebe, aber es ist nicht wirklich eine Entscheidung. Es ist viel mehr ein erkennen… eine ERKENNTNIS, dass der alte Weg der Nicht-Liebe keinen Sinn macht und einen nur noch mehr verletzt und schmerzt. Es ist somit klug und weise den Weg der Liebe zu gehen… weil er der einzig freudvolle ist. 
 
Aber wie findet man diesen Weg? Über das Beobachten der inneren eigenen Gefühle… und dem Folgen der höchsten Resonanz bzw. Liebesschwingung.
 
Somit ist es bei mir immer das Gefühl der Liebe, der höchsten Resonanz, dem ich folge, weil ich heute weise genug bin (meistens jedenfalls), dem gleich von Anfang an zu folgen, da alles andere ein Umweg wäre und Leid oder Schmerz mit sich führen würde. 
 
Praktisch bedeutet das: ich habe eine Reihe von Optionen und dann fühle ich, beobachte ich in meinem Körper, wo die stärkste Resonanz ist, wo es mich am meisten hinzieht… und da gehe ich hin. Das ist bei mir aktuell DownUnder. Natürlich haben im Vorfeld viele zu mir gesagt, insbesondere aus dem Bereich der digitalen Nomaden, dass NZ und Australien teure Länder sind und ich solle doch lieber nach Thailand, Bali oder so gehen… das wäre günstiger. Aber diese äußeren Umstände spielen keine wirklich große Rolle mehr für mich, denn ich weiß ja, dass meine Seele eh schon alles für mich vorbereitet hat, jedenfalls für das, was die höchste Resonanz auslöst. Und die ist bei mir aktuell in Neuseeland und nicht in Thailand. Würde ich nach Thailand gehen, wäre ich vermutlich ziemlich schlecht dran, weil meine Seele dort für “ diesen Moment“ ja gar nichts vorbereitet hat. Für NZ hingegen hat sie alles vorbereitet, also gehe ich doch dort hin, wo der Seelenweg bereits für mich bereitet ist… und das ist immer da, wo die stärkste innere Resonanz ist.
 
Ich frage also mein Herz und dann schaue / beobachte ich, wo die größte Resonanz ist… und dann mache ich das. Das meine ich mit “nicht entscheiden”, sondern “beobachten”. 
 
Wie gesagt, könnte man natürlich sagen, ich habe mich entschieden, meiner inneren Stimme, Resonanz zu folgen, aber im Grunde genommen ist das eben nur das ab-scheiden des Egos. Und man macht es einmal ganz bewusst als eine Art von Grundsatzent-scheidung, die man nur einmal fällt… und die jeder irgendwann am Ende seiner Tausend Leben fällen muss. Da das Ego sich aber nicht so einfach abspeisen lässt, hat diese (Ent-)Scheidung vom Ego zur Folge, dass man anschließend immer wieder verschiedene Situationen erlebt, in denen die Resonanz JA sagt, aber der Verstand / das Ego und oft auch alles anderen “NEIN” schreien, “Das geht doch nicht!“ etc. Das ist dann wie eine Art Prüfung, ob man seinem Seelenweg, seiner inneren Resonanz wirklich treu bleibt. Es erscheint uns dann oft wie eine erneute Entscheidung, ist aber im Grunde nur eine Art Bestätigung dessen, was schon längst ent-schieden / abgeschieden ist. 
 
Diese Prüfungen finden viele Tausend Male statt, und wenn man das JA zum Seelenweg oft genug bestätigt hat, stellt sich irgendwann eine Art Automatismus ein. Dann kommt man an einen Punkt, an dem nicht einmal mehr die Prüfungen eine Rolle spielen. Es ist nahezu unmöglich, daran zu scheitern. Selbst wenn der Verstand versucht, etwas Bestimmtes zu boykottieren, setzt sich diese einmal gefällte und tausendmal bestätigte Grundsatzentscheidung automatisch über alle Hindernisse hinweg und die Dinge passieren wie von Selbst…(was sie ja auch tun, sie passieren wie VOM Selbst)… und zwar genau so, wie meine Intuition, meine Seele, mein Selbst es will. Und wie will mein Selbst es??? IN LIEBE ! ! ! Es will immer alles in LIEBE… im LEBEN!!!  
 
Ist man hier angelangt, dann ist man wirklich nur noch der neutrale Beobachter und denkt: “Ah, da geht es jetzt hin, das ist ja interessant”.  So erging es mir auch, als ich im November urplötzlich wieder in Neuseeland strandete… mein Verstand wollte nicht… es war ihm zu unbequem… mit viel zu vielen Umständen verbunden… aber egal ob mein Verstand es will oder nicht. Es passiert einfach nur noch alles… das, was die Seele will, das Selbst. Mein Verstand tobt dann mitunter… inszeniert wilde Vorstellungen in meinen Kopf… aber irgendwann sieht er ein, dass er nur noch aufgegeben kann… sich unterordnen kann, immer wieder… und vor allem immer dann, wenn er erkennt, dass es mit Schmerz und Leid verbunden ist, sich gegen das Leben… gegen die Liebe zu (ent-)scheiden.
 
Die innere Resonanz ist bei allem wie eine Art Diagramm, welches verschiedene Ausschläge hat… und du gehst immer zum höchsten Ausschlag, ganz automatisch, weil du weißt, dass alles andere eh keinen Sinn machen würde…. weil du weise genug bist (weise kommt von wissen), dass alles andere weniger gut wäre oder sogar mit Leid, Schmerz etc. verbunden ist. Da ist keine Ent-scheidung, keine Trennung mehr. Es ist ein Beobachten, Erkennen, Folgen, im Flow sein, in der Liebe sein, in dem, was wir wirklich sind. Und letztendlich ist es das Paradox, von dem die spirituelle Welt immer spricht: es ist sowohl als auch nicht eine Ent-scheidung, weil “es” immer ALLES ist, in dem es keine Trennung oder (ent-)Scheidung gibt. 
 
An diesem Punkt angekommen passiert alles von/m Selbst. So ist es auch mit meinen Texten. Sie kommen von selbst / vom Selbst. Sie fließen einfach so durch mich hindurch. Wenn das passiert, kann ich es nicht wirklich stoppen, und ich spüre es mitunter in den tippenden Händen, die dann ganz leicht kribbeln. Und gerade erhalte ich die Information, dass dieser Artikel ein erster Vorentwurf für eines meiner nächsten Kapitel des Buches sein kann, an dem ich seit geraumer Zeit schreibe. Alles passiert wie vom Selbst, selbst das Schreiben meiner Bücher, Artikel etc. Einfach aus dem Tun heraus… einfach nur, weil ich mich von meinem Verstand ge-/ent-schieden habe, bzw. diesen paradoxerweise erst durch die Ent-Scheidung wirklich integrieren konnte. Dann steht der Verstand/Ego im Dienste des Selbst, und nicht umgekehrt. Ich L(i)EBE es ! ! ! … und stelle mir dabei bereits die nächste Frage, und zwar wie man das ganze auf die Scheidung von Eheleuten oder Partnern übertragen kann. Aber das muss wohl an anderer Stelle erörtert werden.